Die Kinder von Himmlerstadt

Zamosc unter deutscher Besatzung Ende November 1942

DIE KINDER VON HIMMLERSTADT

1942/43 planten die deutschen Besetzer, Zamosc und die umliegenden 300 Dörfer nach Aussiedlung, "Pazifikationen" und Vernichtungsaktionen zu "germanisieren", um den eroberten Ostraum zu sichern. Der Film versucht, den Ereignissen vor 75 Jahren nachzugehen. Augenzeugen, die diese mörderische Aktion als Kinder miterlebten, berichten von den verschiedenen Stationen ihres Leidensweges: der Aussiedlung, dem Auffanglager Zamosc, den Zugtransporten kreuz und quer durch Polen. Der Film zeigt jedoch auch Beispiele des Widerstandswillens und der menschlichen Liebe der Bevölkerung. Eine Frau berichtet von einer Kinderrettungsaktion und der mächtigen Demonstration bei der Beerdigung der erfrorenen und verhungerten Kinder. Herr Zamoyski erzählt von einem einfachen Bauern, der sich trotz Lebensgefahr nicht abschrecken ließ, den Kindern im Lager Nahrung zu bringen. Diese Augenzeugenberichte werden ergänzt durch weitgehend unbekanntes dokumentarisches Film- und Fotomaterial aus polnischen Archiven. Der Film will kein lückenloses Gesamtbild rekonstruieren, vielmehr tastet er sich facettenartig an dieses unmenschliche Geschehen heran. Filmauszeichnungen: Fipresci-Preis und weitere 11 Auszeichnungen auf Internationalen Filmfestivals. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit der Regisseurin Elke Jonigkeit-Kaminski und dem Publikum statt. Moderation: Andy Faupel, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Weimar.

BRD 1983, 30 min

R: Elke Jonigkeit-Kaminski, Hartmut Kaminski

Veranstaltung in Kooperation mit: Kulturdirektion, Kino mon ami, Weimarer Dreieck e.V., BgR – Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus.

Eintritt: frei