Solo Sunny

In memoriam Renate Krößner

Die Prenzl’bergerin Sunny tingelt als Sängerin mit einer wenig ambitionierten Band durch die Provinz und verzweifelt fast angesichts des bierseligen, anspruchslosen Publikums, das die Musiker gleichmütig bedienen. Sie will eigene Lieder singen, sie will lieben und geliebt werden, und sie will so leben, wie es ihr gefällt. Bald fliegt die Querulantin, die sich auf und hinter der Bühne den Angriffen und Zudringlichkeiten der Musiker widersetzt, aus der Band – trotz der Kompromisse eine Katastrophe für Sunny, denn Musik ist ihr Leben. Bei mancher jungen Frau sprach dieser initiatorische Film die tiefe Sehnsucht nach Selbstverwirklichung außerhalb realsozialistisch existierender Muster entindividualisierten Lebens an und gehört wohl auch deshalb zu den besten und international erfolgreichsten DEFA-Filmen. Berlinale 1980: Silberner Bär für Renate Krößner als Beste Darstellerin und 1993: Deutscher Filmpreis   für NORDKURVE. Im Juni 2005 war die Schauspielerin Renate Krößner in unserem Kino zum Gespräch. Am 25. Mai 2020 verstarb sie in Blankenfelde – Mahlow.

DDR 1980, 104 min, FSK 16, R: Konrad Wolf, B: Wolfgang Kohlhaase, D: Renate Krößner, Alexander Lang, Dieter Montag, Klaus Brasch, Bernd Stegemann

 




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